Donnerstag, 31. Mai 2012

Abendrot

Nach jahrelangen Zweifeln,
nach langem zögern sprach
ein ziemlich alter Mann
zu seinem nicht mehr ganz so jungem Sohn
“Sodenn, mein Junge komm mit mir mit,
es ist wohl nun nicht mehr zu früh,
ich zeige Dir heute den Lohn
meiner Lebensmüh”
Und sie schreiten schweigend
Schritt um Schritt.

Es wendet sich der Alte um,
doch er bleibt stumm,
blickt stolz auf sein so wildes, wüstes Land;
er hält das für “ne menge Holz”
er hats bestellt, mit eigener Hand.

Der Jüngling
traut sich endlich jetzt zu sagen
“das Feld das auf das du schaust ,
auf das du meine Zukunft baust,
ist voller Bäume
die überreife Früchte tragen.
Und sieh mal, Vater da",
er wirds  jetzt endlich wagen,
"selbst das Gemüse in der Ecke ist verdorben,
ich mache mir wirklich große Sorgen!”

Da wird der Blick des alten trüb
Er spricht
“du wirst es erben”,
und legt sich hin um zu sterben.


Idiosynkrasie

Meine Worte scharf wie Messer
und ich übe, werde besser
- Sprache das ist mein Metjee
(zwooo, dreiii)
rappe Reime über das was ich seh,
wenn ich so durchs Dasein geh.

Wie ein Buch durch deine Hände
gleitet meine Stimme hier in dein Gehör
- egal wenn ich beim dösen stör -
manchmal bin auch ich zu Hause
mach mich fertig für die Sause
Mugge laut,
ab untere Brause,
noch n Tee bevor ich geh,
nehm was ich brauch und dann
Tür auf Tür zu.
ich lauf
- im nu angekommen,
etwas breit, sehr benommen,
hat ein Kreislauf dann begonnen
:die ganzen Fotzen glotzen mir in mein Gesicht
darauf war ich nie erpicht
die Leute hören nicht wenn jemand spricht;
haben Schiß rauszugehn,
ohne vorher vorm Spiegel zu stehen
um sich betrachtend sicher zu gehen, dass die Oberflächlichen sie beachten.

was mich schickt ist wie so manche Weiber Ihre Leiber....
Ähhh! wie so manche Chick
auf der suche nach nem Fick
die Schminke dick aufträgt und verdreht aber wacker
mich quälen will-
also mach ich mich vom Acker
und flieh, denn ich habe eine Indiosynkrasie

Ich weiß ich lauf auf Strümpfen über Steine
sicher rümpfen Leute Ihre Nase
über meine Art zu leben
doch so bin ich. Eben.
Versuche geschickt in Worte zu weben
was sich schon längst erblickt hab
und fange an zu geben.
Die  Verstandeskühle hier
dort das Gefühlhinter einem Wort
wo issn der Ort 
den ich in einem fort 
suche und dann fluche
weil ich ihn nicht greifen kann
wo komm ich her?
 wo geh ich hin?
- ich beginn damit zu sagen
Leute denken dass ich spinn...

Mittwoch, 30. Mai 2012

In carnare

Ich fliege über den Wolken  
hier und doch noch nicht da.
Empfinde den vergehenden Traum,
wie einen Hauch der Ewigkeit
Ich sehe so klar.

Auf Erden ist nichts mehr wie es wahr

Ich gleite hinab, umrunde den Mond
- und sehe so klar.

Durch die Zeit fließt ein Fluss
ein Fluss fließt in mir.
Ich bin jetzt ganz da,
wandle wirkend durch mein Leben
und ich lebe um zu geben.

Die Furcht vor dem Ende
ist nicht das was mich quält
sind nicht all unsre Schritte
und Tage gezählt?

Das Schöne wird reicher
Nur die Zeit wird mir eng
das Schwere wird leichter.

Das Leichte viel schwerer
vom Jüngling zum Lehrer,
vom Weisen zum Greis
Ach!

Ich versinke
in Gedanken an ein Leben
so unglaublich fern
- und doch es war eben!

Ich bin
hier oben bei den Sternen
und spüre den Wille
ein Schicksal zu weben,
aus meinen Fehlern will ich lernen.

Ich segle hinab
zur den Wolken, ich fliege!
Bin hier und noch nicht da....

Dienstag, 29. Mai 2012

Ein Blick

Schaut euch nur um.
Schaut mal die Welt!
Ist sie so - wie sie euch gefällt?

Voller Gier, voller Hass
Voller Missgunst und Neid –
voll blinder aufschäumender Wut!

Es tut mir so Leid.

Für Geld, für Öl ,
für Gas, für Macht,
Stehen jederzeit Armeen bereit:
Menschen wie Puppen,
wie Marionetten (die Deppen).

Arglistige Blender mimen die Edlen, die Guten, die Spender.

Hinter den Kulissen ist nichts wie es scheint.
Die Münder immerzu am lächeln, doch auch eure Seele weint.

Das Volk hat euer Spiel so satt!
Demonstriert sein Widerstreben
Und ihr macht die Menge platt!

Staubiger Stoff saugt an schwarzem Blut,
und Ihr kauft Pelz, der steht euch so gut…
wen kümmert denn das hungernde Kind
Für eure nehmt ihr Wegwerfwindeln, 
hygienisch und geschwind.

Fast möchte man Trauer tragen
in solch düsteren Tagen
in denen Menschen die Menschen jagen
und nicht nach ihren Namen fragen.

Montag, 28. Mai 2012

sincerly yours

You are sitting on a throne
I am counting your decrees
i felt inferior to you
admired you for too long
But time went by and I am gone
I wanted to be - a par with you
How do you feel are you alone?
On ones high horse
you taunting me

Now I am free
You know it all
Pride goes before a fall

I tried to be as good as you
As long as I played my own role
I stuck in a hole
Your mindset scared me
Its not my fault but I am gone
How do you feel are you alone?

Now I am free
You know it all
Pride goes before a fall

Your conception is a bold
No fiduciary as you told
Obstinate you misconceive
judging me what you did
but I am gone

Sonntag, 27. Mai 2012

Shambala

Was einig schien bricht nun entzwei
die Zeit des Schweigens ist vorbei.

Alle Schatten sind gegangen
mein Blick ist nun nicht mehr verhangen
all das Trübe wird mir klar.

Ich schreite mutig 
über Schwellen.
was eben noch verschwommen war 
ist nun ganz;  zum Greifen nah.

Aus dem dunklem 
Grunde quellen
lichte Wellen.

Freitag, 25. Mai 2012

Liebeslied

An deinen Lippen will ich hängen-
mit dir die Welt aus ihren Ketten sprengen-
an deinen Worten mich betrinken-
in deinen Augen tief versinken.

Deine Hände will ich spüren,
und Dich-
zur Liebe hin verführen.

In mir, da erklingt ein Lied.
ein Lied,
das wirkend webend,
leise schwebend
mich erfüllt und uns
umhüllt.

Rede Wendung

Ich werd hier jetzt mal Reime bauen -
Dinger hier vom Stapel lassen
immer weiter immer wieder-
also hoch die Tassen
ich bin einfach nicht zu fassen immer schneller-
ich zieh so richtig was vom Teller!
ich schenk euch diesmal kräftig ein
und werd euch erstmal Wasser reichen
es mir dann mit euch verscherzen
All die Lügner werden weichen
früher oder später, ihr Verräter !
habt auch ihr mal Schmerzen.
Warum lasst ihr jede Chance  verstreichen?
Menschen leiden.  
Statt zu lachen und zu scherzen
leben sie von der Hand in den Mund.
Ich habe einen Kloß im Hals
hatte ich erwähnt, ich kenne einen Menschen der isst  Toast mit Salz?
Die Kacke dampft, und ihr mampft Kuchen
ich werds euch ins Gedächtnis bringen
und es andersrum versuchen
:ihr könnt nicht nur das Tanzbein schwingen
und den Mund immer so voll nehmen..
die Krümel untern Teppich kehren
Wie ? auf kaltes bläst man nicht?
zu Recht wenn Menschen sich beschweren.
ihr spielt stets die gleiche alte Leier immerzu dieselbe Melodie
was ihr versprecht, das haltet ihr doch eh nie
jeder weiß schon was ihr wollt
dass der Rubel rollt und zwar in die eigene Tasche.
Meinungsmache ist die Masche
da wird die Wahrheit unterdrückt,
und sich mit fremden Federn geschmückt!

Diese ganzen Erbsenzähler
verarschen munter ihre Wähler
und die ganzen Haare in der Suppe
die sind denen  völlig Schnuppe
ich riech den angebrannten Braten
Am Ende werfen sie das Handtuch
und wir löffeln die Suppe aus.

Ein Funken Hoffnung

Was wäre Leben ohne Hoffnung?
Ein Funke der aus der Kohle springt und erlischt,
wie ein Teller kalter Asche
entnommen aus einem kaltem Kamin.

Wohin !
Wohin sind unsre Träume,
unsre Hoffnungen, die wir einst säten?
Dahin im letzten Rauch, mit dem Winde sie wehten.

Wo ist nur das Feuer hin,
das ich in deine Augen trug?
ist es erloschen,
ertrunken in Tränen,
verborgen in Höhlen, in tiefen Gewässern
wird es erhört, mein dunkles Flehen?
In Deine himmlische Augen getragen,
dieser Klang, die schönste Stimme,
im schönsten Lied geborgen.

Täglich geht die Sonne auf
jährlich kehrt der Frühling wieder,
nimmt das Schicksal seinen Lauf.
Wie ein Buch das vor mir liegt
und leise flüstert: lies!
schlägt sich ein Funken Hoffnung nieder
hier in meinem Herzen, hier in meiner Mitte
wie kann das sein?
Ich höre leise Schritte!

Lass mich hinein durch Deine Herzenstore,
meine Schwingen verkümmern ohne Winde,
sie trägt mich heran, die Meereswoge
inmitten von Tränen, die ich von jeher besinge.
Auf dornigen Pfaden bin ich geschritten
Barfuß auf Rosendornen
die Füße zerschnitten.

(in Zusammenarbeit mit Okan Canbaz)

einmaleins

Vielen Menschen habe ich vieles zu verdanken.

An dieser Stelle bedanke ich mich aber nur bei drei Personen. Diese drei Menschen haben sich bedingungslos hinter mich gestellt als ich damit anfing in Erwägung zu ziehen einen Blog zu schreiben, bzw. diesen vorzubereiten.

Tine P, geborene B. die schon vor vielen, vielen Jahren mein erstes "richtiges" Gedicht inspirierte und die überhaupt die erste Person in meinem Leben war die mich einfach angenommen hat.
Ich habe dir unendlich viel zu verdanken. Ich liebe Dich!

Klaus B; der mich bei der technischen Umsetzung unterstützt hat und auch sonst in jeder Lebenslage bedingungslos für mich da ist. Einen Menschen wie dich habe ich noch nie getroffen. Du weißt was das heißt.

Okan C; orientalischer Dichter und gleichzeitig der Mann der mich vor vielen, vielen Jahren zum Tanzen auforderte und mein perplexes "nein, danke" mit seinem frechem "jetzt stell dich nicht so an, ich will dich doch nicht gleich heiraten" beantwortete.
Okan, kalbimiz ayni sekilde atiyor ve ben yine geceleri rüya görebiliyorum. gösterdigin güzel ilgi icin cok tesekkür ederim.

Ich schreibe nicht ausschließlich um zu schreiben, sondern auch um gelesen zu werden. Ich schreibe nicht für mich allein, sondern für jeden, der sich hier auf dieser Seite wiederfindet.

Ich liebe das Wort.
Ich lese, seitdem Abla mir die ersten Buchstaben verraten hat.
Ich schreibe, seitdem man mich das Schreiben in der Schule lehrte.
Nun erfülle ich mir hier einen Herzenswunsch und sorge dafür das meine Worte gelesen werden können.