Montag, 21. Juli 2014

Ich bin

Ich bin es, 
die dieses oder jenes findet
die die Ereignisse verbindet.
Diejenige, die Grenzen setzt.

Wir erschaffen die Wirklichkeit.

Samstag, 19. Juli 2014

Pazifist

Wenn ich meine Meinung sage oder schreibe, darfst du dir sicher sein: Ich tue das nicht um dich anzugreifen. Ich schreibe, um etwas auszusprechen. Um so wichtiger, wenn mich was bedrückt.  Zum Beispiel, wenn man mir eine Absicht unterstellt, die ich gar nicht habe.

Ich führe keinen Krieg! Ich mache Frieden!
Ich bin Pazifist.

Ein berechtigter Einwand

Ich lebe in einer Welt, in der Alles einen Sinn ergibt. Dabei sehe ich auch Grenzen. Das sind die Grenzen der Erkenntnis. Ich setze voraus, das dieses Erkennen immer subjektiv ist. Also spare ich mir das Wort eigenen vor Erkenntnis. Wir sind viele, deswegen gibt es viele Grenzen.

Die eigene Erkenntnis ist nur dann außschließlich maßgeblich, wenn ich mich mit den Fragen meiner eigenen Biografie beschäftige oder innerhalb dieser für mich einen Sinn stifte. Etwa bei Ereignissen die mir geschehen und subjektiv dabei unnötig oder zufällig erscheinen.  Bei allen anderen Gedankeninhalten ist die Grenze eine jeweilige. Diejenige des Kollektivs.

Wir haben alle dieselbe Macht, dieselben handlungsberechtigungen. Genau da, wo wir grenzenlos für uns selber sind, begrenzen wir uns gegenseitig. Wir sind als Menschen nicht in der Lage, etwas zu erkennen, was außerhalb von uns Selbst liegt. Das kann niemand. Alles andere bekommt für mich einen leicht psychotischen Beigeschmack. Diese Welt wird von vielen erdacht. Und zwar gemeinsam. (Wenn auch nicht immer in Gemeinschaft) 

Würde ich mir ein-bilden, die Verkehrsschilder hätten eine neue Bedeutung und mich danach verhalten (weil ich die Königin meiner Welt bin !), würde in meiner eigenen Realität leben, würde vielleicht Bußgelder verhängen und mich mit Leuten herumärgern die sich einfach nicht an die Regeln halten wollen. Ich hätte eine Meise. Einen kleinen Dachschaden sozusagen, und unter Umständen verursache ich im Straßenverkehr einen großen Sachschaden. (Wenn nicht schlimmeres...) Deswegen glaube ich - nein! ich bin mir ziemlich sicher, das die Sinnstiftung Grenzen hat. 

Etwas Anderes zu behaubten wirkt nicht nur herablassend, es erscheint mir auch anmaßend. Indem man mir sagt, während ich mich schlecht fühle, dass genau dieser Umstand gut wäre, macht man mich klein. Weil ich nicht erkenne, was erkannt wurde. Weil ich mich nicht darüber freue, sondern traurig bin. Weil ich eine Grenze sehe, wo für dich keine ist, lohnt sich für dich das Gespräch nicht mehr.  

Ich sehe das anders als Du. Sich schlecht fühlen ist nicht Gut. Und ich glaube nicht, dass es sich nicht lohnt, mit jemandem zu reden der eine ganz andere Meinung, meinetwegen auch Erkenntnisstufe hat. Im Gegenteil! Alles empfundene hat seine Berechtigung. Nur wenn wir uns bewegen, auch gegenseitig, können wir etwas in Bewegung setzen und von ein-ander lernen. Denn wir sehen den Menschen nicht. Wir sehen nur das Bild, das wir uns von Ihm machen.

Das schwächste Glied in der Kette bestimmt die Traglast.
Wenn wir Menschen uns begegnen, sollten wir aufpassen, dass wir uns nicht treffen.

Wir können nicht für uns alleine die Welt umdeuten und neu gestalten. Das können wir nur alle gemeinsam, als Menschheit. Deswegen ist es mir so wichtig, die Meinung und Wahrnehmung- die jeweiligen Erkenntnisse und die damit verbundenen Grenzen aller Menschen zu beachten. Im kleinen noch viel wichtiger als im Großen.

Deswegen dürfen wir den Horizont unserer Gesprächspartner nicht zu Weit überschreiten, müssen schauen wo unser Gegenüber steht mit seiner Erkenntnis und wie er sich befindet. Sonst können im kleinen unsere wohlwollenden, gut gemeinten Worte leicht grausam wirken. Oder im Großen sogar in die Irre laufen. 

Das ist unsere Verantwortung.

Dienstag, 15. Juli 2014

Dummheit

Neulich hat jemand zu mir gesagt: Diese Krankheit ist das beste, was dir passieren konnte. 

Was für ein Schwachsinn! 
Nicht die Krankheit ist der Segen. 
Der Segen ist mein verändertes Verhalten!

Hätte ich mich vorher anders verhalten, hätte ich diese Krankheit nicht gebraucht. Nur weil ich durch diese gezwungen wurde, etwas zu tun was ich vorher unterließ, werden die höllischen Schmerzen nicht zu einer guten Sache!


Sonntag, 13. Juli 2014

Sinn

Ich habe schon vor einer ganzen Weile beim Mittagessen gesagt, die Sinnstiftung hat Grenzen. 

Mein Gegenüber beendete das Thema mit einer abfälligen Bemerkung, die ich leider wörtlich nicht mehr wiedergeben kann. Aber Sie klang, als wäre ich ein Idiot. Nur weil ich diese Grenze sehe.

Ich habe mir eine Gabel mit Spinat in den Mund geschoben, weil mir die Kraft fehlte etwas dazu zu sagen. Aber habe gedacht, das ist beschämend. Eigentlich kennt man sich. Aber so ist es nicht. Nicht mehr, man kannte sich. Die alten Zeiten sind vorbei.

Ich bleibe dabei. 
Sinnstiftung hat Grenzen. 
Das sind die Grenzen der Erkenntnis. 

Wer ist jetzt der Idiot?

Samstag, 12. Juli 2014

Manche Menschen wissen nicht was sie sagen.
Gleichzeitig lehnen sie Verantwortung für Mißverständnisse ab und bezichtigen sich gegenseitig einer "Absicht". Das scheint wie ein Symptom der Zeit.

Neuerdings weise ich die Menschen auf die Botschaften zwischen Ihren Worten hin. Nun gelte ich für einige als hart. Dabei sehe ich klar.

Ich bin so weich wie nie!
Seit der Krankheit, seitdem der Heilungssegen wirkt!

Liebe D*****

Als du mich auf deine Party eingeladen hast, habe ich mich riesig gefreut. Ich bin aber nicht gekommen, und ich habe noch nicht einmal abgesagt. Der Grund den du bis heute nicht kennst ist folgender: Ich wurde gekündigt. Tatsächlich. 

Eigentlich ist mir das ja nun schon oft genug passiert. Aber es ist jedes Mal anders, und dieses Mal hat es  weh getan. Ich habe die Arbeit wirklich gerne gemacht. Ich war glücklich damit.
Es war, als hätte mir plötzlich jemand den Boden unter den Füßen weggerissen. Ich war einfach nicht in der Lage dazu zu stehen, auf einer Party voller unbekannter, fremder Menschen zu meinem beruflichen Scheitern zu stehen. Und ich war sehr damit beschäftigt, einfach glücklich zu bleiben. Ja das geht. Aber leicht ist es nicht gewesen. 

Dazu kamen die ganzen unangenehmen Dinge man so zu tun hat, wenns so kommt, wie es kam. Dann bin ich krank geworden. Das Sahnehäubchen hat mich an die Grenze des Erträglichen geführt. 

Unser Handschlag ist für mich weiterhin gültig. Aber momentan fehlt mir Motivation. Das bedeutet nicht, ich wäre nicht motiviert für unsere Sache, aber ich bezweifle, dass dieser Weg der richtige ist.  Es kann nicht dein Anspruch sein, den ich erfüllen soll. Jedes Mal, wenn ich dir einen Entwurf gezeigt habe, kam von dir nur ein inkonkretes: "so nicht, mach das mal lesbarer."

Dann habe ich mich monatelang nicht bei Dir gemeldet. Die Gründe dafür habe ich dir nun genannt. Ich frage mich dennoch, warum du kein einziges Mal gefragt hast, wie weit ich denn mit "unserer Sache" bin. Ist dir das nicht wichtig?

Bei mir ist der Eindruck entstanden, ich soll die ganze Arbeit machen, und du schreibst am Ende deinen Namen auf mein Buch. Das entspricht nicht unserer Abmachung. Ich unterstelle dir dabei keine Absicht- aber so wirkt dein Verhalten auf mich, leider.

Ich frage dich heute: Bist du bereit etwas dafür zu tun? Wenn ja, dann muss von dir auch etwas kommen. Ich kenne deine Vorstellungen nicht, da ich dich kaum kenne. Ich glaube- wir müssen uns mehr miteinander Unterhalten, nicht nur über Verantwortlichkeiten. Ich kann mit der Gliederung nichts anfangen. Damit will ich nicht arbeiten. Mich lähmt das. Was ich brauche ist ein ganz konkreter Plot.
Ich möchte dich also bitten: Schreib einen! Raus aus der Erwartungshaltung- das gilt auch für mich!

Oder triff dich doch mal mit mir, ohne Anspruch, einfach nur um mich besser kennenzulernen, damit ich dich kennenlernen kann. Dann können wir den Plot auch gemeinsam machen; unsere Gedanken konkreter werden lassen. Mir würde das helfen.

Es ist doch einfach. Eine gemeinsame Sache kann man nicht alleine machen. Soetwas entsteht in Gemeinschaft. Also sollten wir zunächst dafür sorgen, das wir eine Gemeinschaft werden.

Melde dich, wir haben viel zu tun!  
Herzlichen Gruß!