Mittwoch, 18. Dezember 2013
Neues von Gutmenschen
Die Dame tötet das Wir der Bewohner.
Indem sie von Bewohnerinnen spricht,
individualisiert sie die Gruppe,
und die Einheit zerbricht.
Sie vergisst,
das Sprache gleichberechtigt ist,
und es die Bewohner sind!
Das ist doch alles Mist, was die spricht.
Der Artikel bestimmt das Geschlecht!
Ich finde es pervers, wie Sprache vergewaltigt wird.
Donnerstag, 14. November 2013
Mittwoch, 16. Oktober 2013
Donnerstag, 10. Oktober 2013
Rechtschreibung
Warum soll ich eigentlich immer "Fahrt" schreiben?
Ich brause doch auch nicht ständig bei Sonnenschein und lauem Lüftchen im Cabriolet über die Landstraße. So eine Fart ist doch manchmal auch voller Regen, Autos und Lasterm, voller Hektik, hupen- Umleitungen und roten Lichtern in Baustellen und viel zu schnell auf Autobahn.
Oder Fard: "Die war vielleicht öde! Mit Stau, und im Dunkeln"
Montag, 30. September 2013
blödes Viech
Wie ein Kater auf vier Pfoten
schleicht der Zweifel leise in mein Zimmer,
was will er denn? was soll das bloß ?
Ich hab es doch verboten!
Ich scheuche ihn raus!
Hinfort!
In diesem Hause ist kein Platz für dich!
Deine Pfote hier auf meiner Brust
wiegt schwer so wie ne Tatze,
darauf hab ich keine Lust!
Geh weg!
Mach deine Sause mit ner Katze,
was willst du hier bei mir?
Ich schließe meine Tür-
da sitzt er schon am Fenstersims
er bringt
in seinem Maul ne tote Maus,
die stinkt.
Ksch ksch! mach dich vom Acker!
Ich brauch dich nicht!
Er faucht nur wacker,
schlägt scharfe Krallen in mich rein,
wie kann das sein,
das er mir überlegen scheint,
dass er verneint,
was ich begrüße?
schleicht der Zweifel leise in mein Zimmer,
was will er denn? was soll das bloß ?
Ich hab es doch verboten!
Ich scheuche ihn raus!
Hinfort!
In diesem Hause ist kein Platz für dich!
Deine Pfote hier auf meiner Brust
wiegt schwer so wie ne Tatze,
darauf hab ich keine Lust!
Geh weg!
Mach deine Sause mit ner Katze,
was willst du hier bei mir?
Ich schließe meine Tür-
da sitzt er schon am Fenstersims
er bringt
in seinem Maul ne tote Maus,
die stinkt.
Ksch ksch! mach dich vom Acker!
Ich brauch dich nicht!
Er faucht nur wacker,
schlägt scharfe Krallen in mich rein,
wie kann das sein,
das er mir überlegen scheint,
dass er verneint,
was ich begrüße?
Montag, 16. September 2013
Heute... war ein Tag
Ich habe ich Freitag den 13ten nachgeholt.
Normalerweise gibt es einen Sensor in meinem Auto, der das das Licht von alleine anschaltet. Aber der ist wohl kaputt gegangen. Also bin ich schon ein paar Meter gefahren, bevor ich mich gefragt habe, warum es so dunkel ist. Schlagartig wurde mir bewusst, dass die grüne Licht-an-Birne gar nicht aufleuchtet. Da habe ich schnell das Licht mit der Hand angemacht und mich gefragt warum ich so lange dazu gebraucht habe um es zu bemerken. Zum Glück ist um 6 noch nichts los auf der Straße, und ich bin niemanden begegnet. Die Ereignisse bei der Arbeit lasse ich konkret unerwähnt, aber es gab zwei Momente, da schlug mir das Herz bis zum Hals. Ich bin immernoch grundlos erschöpft und muss in der Mittagspause im sitzen schlafen. Mich nervt das "klingkling" der Meßstationen bei geöffnetem Fenster. (Habe ich mich nicht neulich noch beschwert, dass ich das Fenster nicht aufmachen soll, wenn die Kollegen da sind? Ich werde mal hinterfragen, ob vielleicht das regelmäßige "klingkling" der Grund dafür ist. Das würde ich verstehen.)
Das Haus "das Verrückte macht", hat sich auch wieder gemeldet; anscheinend will es mich nicht in Ruhe lassen, solange ich noch einigermaßen richtig ticke.
Auf dem Rückweg stand ich dann im Stau. "Ungesicherte Unfallstelle", ein Lastwagen ist in der Baustelle von der Fahrbahn abgekommen und schräg in die Böschung gekippt. Da ich beim vorbeifahren niemanden im Fahrerhaus sehen konnte und die Bauarbeiter ruhig auf der anderen, abgesperrten Baustellen-Fahrbahnseite standen und miteinander Klönschnack hielten, nehme ich an, das niemandem etwas passiert ist. Statt um viertel vor Fünf, kam ich erst um viertel nach Fünf im Elternhaus an. Und dann bin ich eingeschlafen bis zum Abendbrot. Vadder hat gesagt: "Ich habe gestern im Fernsehen gesehen, wenn du ein Haus für 200 tausend € kaufst, hast du nach 10 Jahren mit 800€ monatlicher Belastung noch 160 tausend Schulden." Und: "Jeder seriöse Hausverkäufer wird dir sagen, du brauchst mindestens 40% Eigenkapital".
Na, das sind ja tolle Aussichten. Dann werden wir uns nie ein Haus leisten können, mal abgesehen davon, dass ich mit 50 keinen Kredit mehr bekomme, will ich dann auch keins mehr haben. Ich hätte es jetzt bald gewollt. Da kauf ich lieber ne Wohnung mit Gartenanteil, ganz echt. Ich kapiere das nicht! Wie machen das die Anderen? Wie hat er das gemacht? Die Zeiten müssen sich ja ungeheuerlich geändert haben! Ob das wirklich so ist?
Das hochkomplizierte Finanzsystem und die bescheuerten Politiker- wer versteht eigentlich noch die Welt ? Ich versteh jedenfalls nurnoch Bahnhof! Und was sollen eigentlich die ganzen satanischen Symbole und Erkennungszeichen allüberall? Warum zeigt der Papst das Erkennungszeichen des Gehörnten? Wer hat eigentlich die Meise hier?
Der Brief meiner geliebten Herzensfreundin war so dermaßen traurig, dass mir die Tränen in die Augen traten. Was für ein blöder Tag!
Betrachte ich die Sachen doch mal positiv:
- Ich habe das Licht rechtzeitig angeschaltet,
- ich bin nicht an meinem Herzschlag erstickt,
- ich durfte heute das Fenster öffnen,
- ich habe einen Spezialeffekt: ich kann im Sitzen schlafen
- bei dem Unfall ist niemand verletzt worden,
- ich habe Gesellschaft beim Abendessen,
- Papa ist an meinem wohlergehen interessiert,
- Ich habe Post bekommen
Das klingt doch schon ganz anders! Habe ich was vergessen? Genau: unser Herr Jesus Christus hat Feuer auf diese Welt geworfen, und er hütet es, bis sie brennt!
Dienstag, 10. September 2013
Kokon
Flinke Finger tippen, nein sie hacken! Worte mit der Tastatur
in eine virtuelle Datenbank.
Wie auf Marmorplatten klacken Schuhe auf dem glatten Plastiklaminat.
Hat man niemals seine Ruhe? Jeder Schritt klingt nach Verrat.
Wir werden die Fenster geschlossen halten,
und die Temperatur bleibt konstant.
Immer wenn unten die Hunde bellen, schau ich hinaus,
an der Leine werden Sie gehalten,
während wir oben die Daten verwalten, zerren sie munter
ihren Führer umher.
in eine virtuelle Datenbank.
Wie auf Marmorplatten klacken Schuhe auf dem glatten Plastiklaminat.
Hat man niemals seine Ruhe? Jeder Schritt klingt nach Verrat.
Wir werden die Fenster geschlossen halten,
und die Temperatur bleibt konstant.
Immer wenn unten die Hunde bellen, schau ich hinaus,
an der Leine werden Sie gehalten,
während wir oben die Daten verwalten, zerren sie munter
ihren Führer umher.
Sonntag, 8. September 2013
Mittwoch, 4. September 2013
Mittwoch, 28. August 2013
Spielpätze
Früher war da ordentlich was los: Gelächter, Gezanke, aufgeschlagene Knie. Wir bespielten je nach Angebot zuerst die Geräte, am beliebtesten war die Seilbahn. Die gab es nur auf zwei Plätzen, aber bei dem einem war sie ständig kaputt. Deswegen war sie auch immer überfüllt. Darum fuhren wir oft ins kleine Wäldchen, um einen
steilen Abhang zu suchen und mit den Rädern durch den flachen Bach zu sausen. Das war eigentlich noch besser als die Seilbahn, weil man da nicht Schlange zu stehen brauchte, und es war auch viel ruhiger.
Während unsere Eltern arbeiten waren, sind wir in den großen Ferien unbeaufsichtigt und draußen gewesen, völlig frei von "Erwachsenenkontrolle". Es war normal für mich. Wir durften
auch früh alleine ins Freibad, und fuhren Abends auf dem Rückweg mit dem
Rad durch einen großen Wald. Wir spielten: Hinkelapinke, Seilhüfen und Gummitwist, dritter Abschlag und, Kriegen (woanders heißt das: fangen) in allen Variationen (:nur am Boden kriegen, Tierkriegen, Länderkriegen), verstecken und Räuber.
Wenn ich heute wieder in meiner Heimat unterwegs bin komme ich
gelegentlich an einem dieser Spielplätze vorbei. Egal um welche Uhrzeit das bisher war, sie
sind fast immer leer. Wenn Kinder da sind, dann immer in Begleitung der
Eltern. Früher waren sie lebendige Orte an denen wir unter uns sein konnten. Wenn etwas passierte, waren wir für einander da auch wenn wir uns vorher nicht kannten.
Mich wundert das Eltern, die dieselben Freiheiten hatten wie ich, heute ihren Kinder diese unbeschwerte Zeit durch Kontrolle und ständige Anwesenheit rauben. Man sagt, es sei heutzutage VIEL gefährlicher. (vielleicht wegen der Handystrahlen, denen wir unsere Kinder rücksichtslos aussetzen?!?)
Ich glaube das nicht, dass die Menschen soviel schlechter geworden sind. Vermutlich wurden wir von den Massenmedien (Massivmedien) systematisch verängstigt. Indem man uns immer neue schreckliche Einzelbeispiele vorführte, haben wir diese Bilder schließlich als Normalität empfunden. Und wir assoziieren - diese Taten sind normal, also angestiegen im Vergleich zu früher. Zusätzlich sind neue Bedürnisse geschaffen worden, die die alten Bedürfnisse ersetzen. Ich habe miterlebt, wie Kinder als kaufkräftige Gruppe entdeckt wurden und das Konsum- und Wegwerfspielzeug auf den Markt kam.
Darum sind die Spielplätze heute leer.
Und das kleine Wäldchen gehört den Hundebesitzern.
Donnerstag, 22. August 2013
Morgens ist es schon Herbst, tagsüber noch Sommer. Und das im August. Ich sause wie durch ein Katapult beschleunigt durch die Woche. Es bleibt so wenig Zeit für die wichtigen Dinge. Papa hat heute beim Abendbrot den Unterschied zwischen "Bigbern" und Blaubeeren erklärt, und die blöde Mücke ist immer noch hier oben in meinem Zimmer. Dabei habe ich neulich noch im Radio gehört, die würden nur einmal stechen, sich sattrinken und dann dann bleiben Sie das auch. Entweder das ist eine Ente oder hier wohnt eine ganze Kolonie. Ja, das Essen im Hotel Mama ist ausgezeichnet.
Ich habs wieder nicht geschafft um neun Uhr ins Bett zu gehen um mich mal so richtig auszuschlafen, dabei habe ich heute meinen Mittagsschlaf, den ich sonst im sitzen am Schreibtisch halte, ausfallen lassen. Aber man muss Prioritäten setzen.
Vielleicht könnten wir die work-live-balance ja einfach dadurch wieder in Ordnung bringen indem wir dem Tag mehr Stunden geben. Wie in der Schule, aber weil die Pausen wegfallen, hätte jede Stunde nur 40 Minuten. Dann bleibe uns Allen genug Zeit übrig, mit der wir machen könnten was wir wollten. Ich würde jedenfalls schlafen.
Mittwoch, 21. August 2013
esoterischer Klumpatsch!
Die Magie ist überall. Sie ist weder schwarz noch weiß, sie IST. Das bedeutet, sie ist mit mir und ohne mich vorhanden.
Die Anwendung von Magie, die Absicht der Magier bestimmt die Gesinnung "schwarz" oder "weiß". Eine Technik ist immer gefärbt durch den der sie anwendet. Magick ist immer ein Eingriff in die fraktalen Muster der Schicksalsgefüge. Dieser kann verantwortlich geschehen, oder unverantwortlich, sogar eigennützig. Der Eigennutz ist die schwarze Farbe, mit der die Wirkung der Magie getüncht wird. Deswegen wird salopp formuliert: "schwarze" und "weiße" Magie.
Wer das Gebiet der Chaosmagie betritt, schreitet durch einen Torbogen. Die Inschrift lautet: "Tu was du willst, und schade niemandem".
Wer das Gebiet der Chaosmagie betritt, schreitet durch einen Torbogen. Die Inschrift lautet: "Tu was du willst, und schade niemandem".
Tu was du willst, aber schade niemandem setzt die Erkenntnis über
die Verantwortung des magischen Handelns und ihre Zusammenhänge im astralischen bereits voraus. Die Ausübung eines magischen Rituales
ist immer ein Eingriff in das individuelle Schicksalsgefüge, und das
bedeutet Verantwortung.
Wer zu früheren Zeiten dieses Tor durchschritt, war sich über die tiefe und das Gewicht der darin innewohnenden Aussage zwangsläufig bewusst. Die esoterischen Inhalte waren nicht so frei zugänglich wie heute. Das Wissen wurde nur persönlich weitergegeben.
Die
kommerzielle Literatur thematisiert nicht die Hintergründe und Zusammenhänge. Warum sollte sie auch. Es handelt sich doch um Magick, und die bezieht sich auf die Anwedung.
Heute gibt es viel mehr Magier als früher; auch wer die Gesetze nicht versteht, schaut oder begreift - bedient sich magickscher Techniken ohne die weiteren, höheren und tieferen Zusammenhänge zu begreifen.
Magick leitet bereits bei den einfachsten Techniken der Wunscherfüllung dazu an, einen Raum zu öffnen durch erschaffen eines Gegenbildes. Das Gegenbild der Wahrheit ist die Lüge.
Heute gibt es viel mehr Magier als früher; auch wer die Gesetze nicht versteht, schaut oder begreift - bedient sich magickscher Techniken ohne die weiteren, höheren und tieferen Zusammenhänge zu begreifen.
Magick leitet bereits bei den einfachsten Techniken der Wunscherfüllung dazu an, einen Raum zu öffnen durch erschaffen eines Gegenbildes. Das Gegenbild der Wahrheit ist die Lüge.
Durch die Aktion, einer
Wahrheit eine Lüge entgegenzustellen, löschen wir die Wahrheit aus. Dies ist bereits ein Akt der Tötung. So wird der Raum erzeugt den der Magier zum Beispiel zum Wünschen nutzt.
Wenn die Kraft nicht aus dem Selbst kommt, sondern auf vielfältige
Art von Anderen bezogen wird, ist die Wirkung der Magie nicht mehr weiß.Zum Glück sind es oft Egoisten, die solche Anleitungen aus Büchern oder dem Internet befolgen. Es ist ein Glück, ja. Der Egoismus beschützt die Dilletanten davor, zu tief von jenen dunklen
Kräften in diese hineingezogen zu werden. Der schwarzmagische Weg
verlangt Opfer, zu denen nur wenige fähig sind.
Wer die Naturgesetze nicht überschaut in die er sich einmischt, ist
durch seine Unkenntnis nicht weniger für die
Auswirkungen seines Handels auf astraler Ebene verantwortlich. Wer diese Zusammenhänge
nicht kennt, wird sorgloser, freier seine ersten Gehversuche auf dem
Gebiet der Magie machen, spielerischer damit umgehen. Aber es kann sein, dass er in seinem Eifer zu weit ins Meer hinausgeschwommen ist und das Ufer nur unter äußerster Kraftanstrengung (also Wille) wieder erreicht. Oder garnicht. Wenn der Geist mehr trägt als er fassen kann, gerät er in Gefahr. Wer nichts sehen kann und sich in einem
unbekanntem Gebiet bewegt, wird öfter anstoßen als einer der schaut.
Verantwortlich für die Auswirkungen ihres Handelns sind beide.
Verantwortlich zu Handeln bedeutet nicht, keine Fehler zu machen, sondern sie als solche zu erkennen und aus ihnen zu lernen.
Gerechtigkeit
Wie Krokusse im Frühling geht das um mich herum:
Plopp!
Plopp, Plopp Plop!
plop, plopplopp!
plop.
Alle werden schwanger.
Ich nicht.
Montag, 19. August 2013
Die Freiheit versuchen wir mit Regeln zu schützen.
Mich wundert, wie wenige sich darüber empören.
(was ist Freiheit?)
Freiheit ist heute fast abgeschafft, das können wir alle sehen. Und das ist auch gut so! grölt die Masse! "Wir müssen beschützt werden von den bösen Menschen die sich nicht an unsere Regeln halten!"
Wie schizophren wir mit der Sprache umgehen. Sagen wir so oft das Gegenteil von dem was wir meinen, dass wir uns an unterschiedliche Bedeutungsebenen von Aussagen und Einzelwörtern insofern gewöhnt haben, dass wir dem garkeine Beachtung mehr schenken?
Freiheit ist Sklaverei. Krieg ist Frieden. Unmündigkeit ist Macht.
So langsam wird mir das unheimlich.
Mich wundert, wie wenige sich darüber empören.
(was ist Freiheit?)
Freiheit ist heute fast abgeschafft, das können wir alle sehen. Und das ist auch gut so! grölt die Masse! "Wir müssen beschützt werden von den bösen Menschen die sich nicht an unsere Regeln halten!"
Wie schizophren wir mit der Sprache umgehen. Sagen wir so oft das Gegenteil von dem was wir meinen, dass wir uns an unterschiedliche Bedeutungsebenen von Aussagen und Einzelwörtern insofern gewöhnt haben, dass wir dem garkeine Beachtung mehr schenken?
Sie sagen, wir müssen gegen den Terror kämpfen! Einfach so! Und niemand regt sich auf! Terror ist ein Begriff aus dem Liberalismus, und Robbespierre sprach „Terror ist nichts anderes als rasche, strenge und unbeugsame
Gerechtigkeit. Er ist eine Offenbarung der Tugend. Der Terror ist nicht
ein besonderes Prinzip der Demokratie, sondern er ergibt sich aus ihren
Grundsätzen, welche dem Vaterland als dringendste Sorge am Herzen liegen
müssen.“
So langsam wird mir das unheimlich.
Wer kämpft hat schon verloren
Huch? heisst das nicht, wer nicht kämpft hat schon verloren?
Leider. Aber gemeint ist das Gegenteil, deswegen ist der Titel richtig.
Ich bekämpfe nur was ich ablehne. Kämpfen ist aktiv. Das, was ich ablehne steht dabei vor mir wie eine Wand, und gegen die renne ich an. Natürlich tut das weh.
Wenn wir diese Metapher verwenden, meinen wir oft Situationen und manchmal Gedanken. Selten meinen wir körperliche Auseinandersetzungen. Unsere Waffen sind keine Schwerter, sondern überwiegend Argumente oder Ausreden. Stürze ich mich rasend vor Wut ins Wortgefecht, bange ich zwar nicht um mein Leben wie ich das auf dem Schlachtfeld täte, aber verletzt werde ich trotzdem.
Um zum Beispiel einen Streit zu beenden, um einen Konflikt zu lösen, ist ein Kampf keine Methode. Wir sagen: "Ich werde für diese Freundschaft kämpfen", aber das meinen wir nicht. Danach wundern wir uns, wenn unser Versöhnungsgespräch zu einer neuen Auseinandersetzung anschwillt.
Worte haben Macht. Wenn du bei irgendeiner Situation ans kämpfen denkst, dann wirst du dich in dieser Situation auch leicht in einen Kampf verwickeln. Wenn du dir stattdessen vornimmst diese Situation ersteinmal vollständig anzunehmen, bevor du irgendetwas anderes tust, wird dir das nicht passieren.
Du kämpfst nicht gegen den Konflikt an, sondern versuchst ihn zu lösen! Vor der Lösung steht die Akzeptanz. Erst wenn wir die Dinge akzeptieren wie sie sind, können wir sie handhaben.
Leider. Aber gemeint ist das Gegenteil, deswegen ist der Titel richtig.
Ich bekämpfe nur was ich ablehne. Kämpfen ist aktiv. Das, was ich ablehne steht dabei vor mir wie eine Wand, und gegen die renne ich an. Natürlich tut das weh.
Wenn wir diese Metapher verwenden, meinen wir oft Situationen und manchmal Gedanken. Selten meinen wir körperliche Auseinandersetzungen. Unsere Waffen sind keine Schwerter, sondern überwiegend Argumente oder Ausreden. Stürze ich mich rasend vor Wut ins Wortgefecht, bange ich zwar nicht um mein Leben wie ich das auf dem Schlachtfeld täte, aber verletzt werde ich trotzdem.
Um zum Beispiel einen Streit zu beenden, um einen Konflikt zu lösen, ist ein Kampf keine Methode. Wir sagen: "Ich werde für diese Freundschaft kämpfen", aber das meinen wir nicht. Danach wundern wir uns, wenn unser Versöhnungsgespräch zu einer neuen Auseinandersetzung anschwillt.
Worte haben Macht. Wenn du bei irgendeiner Situation ans kämpfen denkst, dann wirst du dich in dieser Situation auch leicht in einen Kampf verwickeln. Wenn du dir stattdessen vornimmst diese Situation ersteinmal vollständig anzunehmen, bevor du irgendetwas anderes tust, wird dir das nicht passieren.
Du kämpfst nicht gegen den Konflikt an, sondern versuchst ihn zu lösen! Vor der Lösung steht die Akzeptanz. Erst wenn wir die Dinge akzeptieren wie sie sind, können wir sie handhaben.
Samstag, 17. August 2013
Der Gruß einer Künstlerin...
... erreicht mich virtuell:
"Das Glück dich zu kennen - ich kann es nicht beschreiben... Ein salzig-nasser Ausdruck von Dankbarkeit und ein geschriebenes Wort."
"Das Glück dich zu kennen - ich kann es nicht beschreiben... Ein salzig-nasser Ausdruck von Dankbarkeit und ein geschriebenes Wort."
(Unsere magische Verbindung lässt selbst mich verstummen. Ich liebe dich)
Kompakt
Noch können wir uns relativ frei bewegen. Wir stehen am Anfang. Wir dürfen unsere Meinung sagen. Wie lange noch?
Es gibt 2 Parteien und die instrumentalisierbare Masse,
diese ist wichtig, um das Machtgefüge stabil zu halten.
Ich gehöre zu der Gruppe der Vertreter der Freiheit. Unser Gegenpol sind diejenigen, die gegen sie ankämpfen. Sie biegen den Begriff bis dieser bricht. Sie verkehren ihn in sein Gegenteil.
Ich gehöre zu der Gruppe der Vertreter der Freiheit. Unser Gegenpol sind diejenigen, die gegen sie ankämpfen. Sie biegen den Begriff bis dieser bricht. Sie verkehren ihn in sein Gegenteil.
In jedem Wort befindet sich ein Bedeutungsinhalt. Ich nehme das Wort „Mensch“ als Beispiel.
Der herkömmliche Biologe entscheidet nach rein anatomischen Merkmalen, ob er einen Menschen vor sich hat oder einen Affen. Ein echter Philosoph jedoch hat einen erweiterten Begriff des Menschen kultiviert.
Der herkömmliche Biologe entscheidet nach rein anatomischen Merkmalen, ob er einen Menschen vor sich hat oder einen Affen. Ein echter Philosoph jedoch hat einen erweiterten Begriff des Menschen kultiviert.
Sprechen diese beiden miteinander über Menschwerdung, kann
es kurzfristig zu Missverständnissen kommen. Der eine meint damit die
körperliche Zeugung und Entwicklung, der andere spricht von einem inneren
Schulungsweg; der Kultivierung von „denken, fühlen und wollen“. Kommt ein Historiker
oder ein Anthropologe hinzu, ist die Verwirrung perfekt.
Wenn man die Freiheit abschaffen möchte, dann ist es unmöglich zu sagen „Freiheit gibt es nicht mehr, die verbieten wir jetzt“. Was man machen kann, ist den Begriff zu verändern. Das kann nicht von heute auf morgen geschehen, es ist ein mühevoller subtiler Prozess der über mehrere Generationen hin stattfindet. Die Veränderung im Bewusstsein der Masse ist nicht vollendet. Die Gesellschaft bringt noch immer Menschen hervor, die nicht im Sinne des Systems funktionieren, das System ist nicht perfekt. So wie ich, so wie du.
Wenn man die Freiheit abschaffen möchte, dann ist es unmöglich zu sagen „Freiheit gibt es nicht mehr, die verbieten wir jetzt“. Was man machen kann, ist den Begriff zu verändern. Das kann nicht von heute auf morgen geschehen, es ist ein mühevoller subtiler Prozess der über mehrere Generationen hin stattfindet. Die Veränderung im Bewusstsein der Masse ist nicht vollendet. Die Gesellschaft bringt noch immer Menschen hervor, die nicht im Sinne des Systems funktionieren, das System ist nicht perfekt. So wie ich, so wie du.
Ich sage, was ich glaube zu wissen. Ich nehme mir die Freiheit zu sagen was ich denke. Diese Gedanken müssen nicht alle stimmen. Ich habe die Freiheit mich zu irren. Und du als Leser bist frei mich zu korrigieren, wo ich mich irre weil mir Fakten fehlen oder ich einfach nicht mündig genug war, um selbst drauf zu kommen.
Der Hegemon schafft die Freiheit ab, während er vorgibt sie zu verteidigen. Einen WERT, eine Fähigkeit kann man nicht verteidigen. Die Freiheit zu verteidigen ist ebenso wenig möglich, wie die Würde anzutasten. Das Gegenteil von Freiheit ist die Unterdrückung, das Mittel diese auszuüben die Kontrolle.
wir sollten uns klarmachen, dass Freiheit nicht nur bedeutet zwischen 2 oder
mehreren Möglichkeiten zu wählen, sondern auch, das wählen bleiben zu lassen. Freiheit wird
nicht eingeschränkt durch Regeln. Vorschriften und Strafandrohungen sind ein
Mittel der Kontrolle.
Je
weniger verantwortungsvolle Menschen es gibt; also je größer die
instrumentalisierte Masse, desto geringer muss die Freiheit sein. Deswegen ist
der Ansatzpunkt nicht Freiheit, sondern die Verantwortung. Drehen wir die
Verhältnisse um! Je mehr Menschen in der
Lage sind Entscheidungen eigenverantwortlich zu treffen, desto weniger regeln
brauchen wir für unser Zusammenleben, desto größer die Freiheiten, die wir uns erlauben können.
Freitag, 16. August 2013
Günther G.
Ganz ehrlich, Herr Grass?!
Leider haben sie keine anderen Freunde mehr, die in der Lage sind die Zusammenhänge zu überblicken oder sie mit den notwedigen Informationen versorgen die Sie dazu benötigen würden, die Sache selbst zu bedenken.
Ich sehe mich also gezwungen es ihnen persönlich zu schreiben: Sie werden instrumentalisiert. Man benutzt sie nicht ohne Grund. Sie sind zur Figur des Interlektuellen stilisiert der sie gar nicht mehr sind, der sie vielleicht nie waren. Auf ihre Worte reagiert die Masse in die Jahre gekommener Halbinterlektueller, hört und schweigt- oder empört sich, wenn der Hegemon es so beschließt- und sie spielen das Sprachrohr. Es fehlt Ihnen der Überblick. Diese Position ist ungut für Ihr Erbe, Ihre Aufgabe, Ihr Lebenswerk. Lassen Sie nicht zu, dass Sie zur Figur verkommen in diesem Gesellschaftskabinett!
In meiner Kindheit und Jugend habe ich sie sehr bewundert.
Je älter ich werde, je unglaubwürdiger werden ihre Worte.
Sie
sind kein Vorbild mehr für mich. Die Elite agiert heutzutage im Verborgenen. Ihre Aktivitäten brauchen wir nicht.
Donnerstag, 15. August 2013
Entschuldigung
Wer Entschuldigung sagt, der setzt die Schuld als Sünde voraus.
Als Kind habe ich gelernt, eine Entschuldigung muss erst angenommen werden, bevor "Alles wieder gut" wird. Die Energie fließt von Eltern zum Kind. Alles andere ist ungesund. Der Vater vergibt dem Kind seine Ungezogenheit. Es
ist die Mutter die das Kind ins Bett bringt, sie trocknet die Tränchen, das ist Ihre Aufgabe, nicht umgekehrt. Kinder sind mit Recht nicht zur Verantwortung zu ziehen.
Schuld ist ein Konstrukt, das sich hartnäckig hält, weil es so einfach ist zu sagen: "Du bist Schuld, dass ich über deine Tasche gestolpert bin und mir das Bein gebrochen habe!"
Wenn ich jemandem die Schuld für etwas gebe, erkläre ich mich damit gleichzeitig als unverantwortlich. Ich bekenne mich als verantwortungslosen, unmündigen Menschen, wenn ich sage: "Entschuldigung." Wenn der andere diese annimmt, dann ist das die Vergebung, der Ablass, die Absolution.
Ich bin über deine Tasche gefallen und habe mir ein Bein gebrochen. Daran bist du nicht Schuld und ich bin es auch nicht. Verantwortlich sind wir beide, jeder für denjenigen Anteil, der zu dem Ereignis geführt hat.
Du bist nur dafür verantwortlich wo du die Tasche für eine Weile hingestellt hast. Ich bin verantwortlich, zu einem Zeitpunkt dort entlang gegangen zu sein, an dem deine Tasche dort stand. Zehn Minuten vorher stand sie da noch nicht. Zusätzlich habe ich nicht darauf geachtet, was ich mit meinen Füßen mache. Als Folge dieser zusammenhängenden Taten geschieht der Sturz.
Du kannst jede Situation die in dir irgendein Unbehagen hervorruft so betrachten. Hast du die Verantwortlichkeiten erkannt- darfst du die Verantwortung entweder annehmen oder ablehnen. Oberflächlich betrachtet scheint es leichter zu sein die Verantwortung abzulehnen, und sich in die Unmüdigkeit zu begeben.
Ich habe die Formulierung aus meinem Wortschatz gestrichen. Wenn ich etwas bereue, dann sage ich: "Es tut mir leid", aber niemals sage ich "Entschuldigung". Klarheit ist mir wichtig, und ich entmachte mich nicht selbst.
Samstag, 25. Mai 2013
Gauß würfelt unsere Karten neu (Normalverteilung)
Wenn wir das Ganze nicht schauen,
- den Zusammenhang nicht sehen -
können wir unser Leben nicht entschlüsseln,
und das Schicksal nicht verstehen.
Wenn wir uns nicht trauen
in den Umkreis zu blicken,
lernen wir das Gesetz nicht kennen;
wir werden fälliges zufällig nennen.
Und ein Ereignis bleibt nur ein einzelnes
in einem Netz aus vielen
- als würden die Götter mit Würfeln spielen.
- den Zusammenhang nicht sehen -
können wir unser Leben nicht entschlüsseln,
und das Schicksal nicht verstehen.
Wenn wir uns nicht trauen
in den Umkreis zu blicken,
lernen wir das Gesetz nicht kennen;
wir werden fälliges zufällig nennen.
Und ein Ereignis bleibt nur ein einzelnes
in einem Netz aus vielen
- als würden die Götter mit Würfeln spielen.
Montag, 6. Mai 2013
Samstag, 4. Mai 2013
die Königin hat neue Kleider...
Ich investiere seit einiger Zeit regelmäßig in meinen Kleiderschrank. Die Sachen darin sind bunt wie meine Gefühle und vielfältig wie meine Gedanken.
Lange hielt ich es für verschwendete Zeit mir zu überlegen, welches Oberteil ich zu welcher Hose oder zu welchem Rock anziehe. Oder ob die Schuhe dazu passen. Ich war gewaschen, und warm. Oder luftig, je nach Wetter.
Es gab wichtigeres zu tun.
Durch meinen Alltag und den Beruf sah ich mich aber immer öfter dazu gezwungen, mich auf der Ebene der "Angemessenheit" mit dem Thema auseinanderzusetzen. Es hat mich genervt, wenn ich mich verkleiden sollte. Oder wenn ich mich extra umziehen musste um mit dem Hund raus zu gehen. Ich wollte nur noch "schöne Sachen". Aber wie kauft man eigentlich sinnvoll ein, wenn man seine Garderobe nicht in "echt" und "unecht" trennen will? Wie geht das mit dem "auftreten"?
Es begann ein Prozess, den andere vielleicht schon mit 16 oder 17 durchleben. Und dieser Prozess endete für mich in einer Erkenntnis und mündet in einem Stil. Meinem Stil.
Ich hüllte meinen Leib, meinen Wohnort der Gedanken in irgendwas passendes. Witterungsgemäß und launenhaft verweigerte ich mich "dem Konsum".
Das war trotzig und nicht zu Ende gedacht.
Man kann sich auch schön kleiden ohne sich großartig auf die Maschinerie der Bedürfnisindustrie einzulassen. Man muss nur bewusst auswählen, nicht verzichten.
Als Menschen gestalten wir unsere Erscheinung und insofern auch den Eindruck, den wir hinterlassen. Das ist wie im Gespräch. Wenn ich mir nicht klarmache, was ich für einen Gedanken aussprechen möchte, dann wird mein Sprechen zu gefasel. Wenn ich mich selbst nicht kenne, dann kann ich mich auch nicht kleiden, und als authentische Figur in dem Gesellschaftskabinett erscheinen. Wir tragen Verantwortung- sichtbare Antworten auf Fragen die wir uns selbst stellen.
Und ich dachte und ich denke, so wie das Wort die Gedanken, so kleide ich meinen Körper. Mein Körper ist mein Haus. Der Körper liegt dem Kleid zugrunde, wie der Begriff dem Wort zu Grunde liegt. Wir sprechen uns aus durch das was wir anziehen. Wir kleiden uns mit Taten. So wie der Gedankeninhalt im Inneren eines Textes diesen zusammen webt, so zeigen wir Persönlichkeit durch Kleiderwahl. Kleidung ist Ausdruck, Klamotten sind Kunst. Ich bin das zu inszinierende Objekt. Ich habe 2 Seiten. Das Äußere muss dem Inneren angemessen sein.
Meine Sätze sind oft überfachtet mit Worten, und mein Schrank mit Kleidungsstücken. Ich miste meine alten Sachen aus, genau wie meine Behaubtungen. Und ich wähle Neues mit Bedacht. Ein Kleiderschrank ist wie ein Vokabular. Ich hülle mich in ein Gedicht und kleide mich in Poesie. Mit Glaube, Hoffnung, Liebe.
Vielen Dank Blutsgeschwister für die schönen Sachen.
Danke auch vielen Menschen in den Kleidertausch-Bewegungen.
(das wollte jetzt mal gesagt werden...)
Danke auch vielen Menschen in den Kleidertausch-Bewegungen.
(das wollte jetzt mal gesagt werden...)
Donnerstag, 21. Februar 2013
Golfis Ende
Am Montag habe ich ein Mittagsschläfchen gemacht. Ich blieb noch ein paar Minuten liegen und schaute einigen Traumbildern hinterher. Zeit für einen Tee. Also ging ich in die Küche, füllte den Wasserkocher auf und wartete. Ich sah aus dem Fenster.
"NEIN!" Der Anblick machte besser wach als jeder grüne Tee. Ich dachte: Das ist doch mein Auto! Und: Da ist doch irgendein Trottel voll in meinen an der Straße parkenden Wagen gebrackert, dass er nun mit 2 Rädern auf dem Fußweg steht!
Golfi
hat mich treu begleitet. Vorher meine Schwester.
Golfi war ganz schön getroffen, das konnte ich sogar durch das Fenster über
die Straße gut erkennen. Während ich noch meine eigene Emotionslosigkeit
registrierte, sah ich im Augenwinkel den Polizeiwagen. Ich bin sofort
hinausgegangen. Mit jedem Meter näher an Golfi heran würden der Schaden
größer. Ich glaube mir stand der Mund offen. Da kann man nur noch
staunen. Golfi kann nicht mehr fahren. Nie wieder.
Die Straße macht keine Kurven, hat keine Schlaglöcher. Sie ist sehr breit. Man kann da sein Auto zwischen dem Rad- und dem Fussweg parken. Ich habe das selten gemacht. Meistens stand er in der Seitenstraße, weil vorne oft besetzt ist. Und nun DAS! Als hätte Jemand dem Fahrer ins Lenkrad gegriffen um schön in meinen Wagen zu brackern.
Der blöde Typ der das angerichtet hat war auch noch da. Er saß in seinem Auto. Als ich gerade begriff dass ich nun kein Auto mehr habe, fragte er mich:" Gehört Ihnen der Wagen?" "Ja". "Aber wir stehen hier schon eine halbe Stunde".
Ich dachte : Was soll das denn jetzt heissen, er beschwert sich, weil ich jetzt erst rauskomme, oder wie? Will er mir das nicht glauben, oder was? und sagte: "Ja, ich hab geschlafen, dann wollt ich mir n Tee machen, und ich guck aus dem Fenster und jetzt bin ich hier". Der Typ hat gelacht.
Ich beschloß ihn zu ignorieren und ging zu dem Polizeiauto. Es saßen 2 Polizeibeamte drin, beide jung. Der Mann mit einer Nerd- Brille, Typ Fotomodell auf dem Fahrersitz. Beide schrieben etwas.
Ich stellte mich ans geöffnete Fenster des Polizeiwagens und wartete bis die Polizistin auf der Beifahrerseite, Typ intelligente Schauspielerin, mich anschaute und redete schon wieder Blödsinn: "Ähh, ich wollte nur sagen, der Wagen da vorne, der Golf, das ist meiner." "Welcher?" "Der silbergraue."
Da tauchte ein junger Mann neben mir auf und sagte : "Ähh, ich wollte nur sagen, der Wagen da vorne, der Golf, das ist meiner". Und ich sagte : "Das kann gar nicht sein, der gehört ja MIR". Ich hatte noch gar nicht begriffen, dass Golfi auf einen anderen Wagen draufgeschoben wurde. Klassischer Fall von: Nicht oben angekommen. Ich war nicht nur seltsam emotionslos, sondern auch noch begriffsstutzig.
Ich hatte einen richtigen kleinen Schock. ZACK PENG zurück auf die Erde, oder so ähnlich.
Die Emotionen kamen, als der Abschleppdienst kam und ich das vordere VW-Emblem vom Boden aufhob. Da wurde mir unvermittelt weich ums Herz und ich unterdrückte ein paar Tränen.
Ja, es ist nur ein Auto: Kriegserklärung an die Umwelt, Konsum und gesellschaftlich erklärte Notwendigkeit, etwa im Berufsalltag.
Aber ein Auto ist auch ein Begleiter. Ein stummer Diener, Unabhängigkeit, suggerierte Freiheit. Das Wesen eines Autos ist es, uns Selbst überall hinzufahren wohin wir möchten. Schnell und zuverlässig. Golfi hatte ein gutes Wesen. Er hat sich immer hingegeben, bis zuletzt.
Ade, du treuer Diener.
Samstag, 16. Februar 2013
Zwei
Wir flogen zusammen über das Meer.
Da war keiner außer uns.
Über uns Sonne, unter uns Gischt,
tiefes Wasser - blaue Weite.
Dazu dich an meiner Seite.
Mehr brauchten wir nicht.
Leicht wie eine Feder
trug mich meine Sehnsucht mit dir fort.
Und jedes deiner Worte wa(h)r -
wie Musik in meinen Ohren;
erklang an dem geheimsten Ort,
in meiner Seele.
Die Sonne schien uns auf den Rücken.
Wir lachten laut und sprachen über das Leben,
über Dinge die uns erstaunen oder bedrücken.
Uns trug der Wind über das Meer,
bis hierher.
Da war keiner außer uns.
Über uns Sonne, unter uns Gischt,
tiefes Wasser - blaue Weite.
Dazu dich an meiner Seite.
Mehr brauchten wir nicht.
Leicht wie eine Feder
trug mich meine Sehnsucht mit dir fort.
Und jedes deiner Worte wa(h)r -
wie Musik in meinen Ohren;
erklang an dem geheimsten Ort,
in meiner Seele.
Die Sonne schien uns auf den Rücken.
Wir lachten laut und sprachen über das Leben,
über Dinge die uns erstaunen oder bedrücken.
Uns trug der Wind über das Meer,
bis hierher.
Spätsommertag
Der letze klare Sonnentag
war Sonntag, wie es sich gehört.
Wir wärmten unsre Haut
mit Sonnenstrahlen,
saßen am Wasser, am Ufer, im Licht.
Wir sprachen nicht wenig, und sagten sehr viel.
Kein trüber Gedanke hat uns gestört
und ich habe dich leise atmen gehört.
Der Schleier der dich sonst verhüllt war fort,
weg mit dem Wind.
Dann mussten wir los, und sind gegangen.
Jeder an einen anderen Ort.
war Sonntag, wie es sich gehört.
Wir wärmten unsre Haut
mit Sonnenstrahlen,
saßen am Wasser, am Ufer, im Licht.
Wir sprachen nicht wenig, und sagten sehr viel.
Kein trüber Gedanke hat uns gestört
und ich habe dich leise atmen gehört.
Der Schleier der dich sonst verhüllt war fort,
weg mit dem Wind.
Dann mussten wir los, und sind gegangen.
Jeder an einen anderen Ort.
Fragezeichen
Bei manchen Gedanken
blicke ich fragend
in meine Hände
Die Zweifel nagen
was soll man tun,
was lässt sich ändern
wie sind die nächsten Schritte?
An manchen Tagen
rücken die Wände
näher zur Mitte.
blicke ich fragend
in meine Hände
Die Zweifel nagen
was soll man tun,
was lässt sich ändern
wie sind die nächsten Schritte?
An manchen Tagen
rücken die Wände
näher zur Mitte.
Die drei Handtaschen
Eine
Handtasche ist schwarz, die anderen beiden sind braun. Schokobraun und
Cognak, Ich dachte immer es hieße Conjak, so spricht man das ja. Aber
Mama weiß wie man das schreibt. Sie hat gesagt, es ist wichtig hier im
Blog Worte richtig zu schreiben. Recht hat sie.
"Insa! Kannst Du mal bitte runterkommen"? Mama hat gerufen. Beinahe wie
früher. Ich stehe oben vor der Badezimmertür. Ich lasse mir grade Wasser
einlaufen. Auch wie früher. Ich hüpfe, so wie ich es hier immer - schon immer - tue, die Treppe hinunter ins Erdgeschoß.
Mama steht im Flur. Sie reicht mir drei alte Handtaschen. "Hier, die habe ich aussortiert, die wollte ich dir geben, da kannst du mal gucken, ob sich das lohnt". Vorgestern als ich hier ankam habe ich erzählt, dass ich hin und wieder gebrauchte Klamotten und Schnickschnack verkaufe. Ich bedanke mich überrascht und lächle.
Ich nehme die drei Taschen an ihren Henkeln.
Die kann man bei Allen verstellen. Es sind Modelle, die sollen nicht baumeln,
sondern "sitzen", an der Hüfte etwa. Ich mag das schokobraun der
halbrunden und hänge sie an meine Schulter.Ich stelle mich im Flur vor den grossen Spiegel und befühle bewundernd das weiche, feine Leder. "Die ist schön, nur ziemlich klein", sagt Mama. Ich murmle: "Da passt mein Portemannaie nicht rein". "Ja, die kannst Du wirklich nur nehmen, wenn Du nichts anderes hat als ein paar Schlüssel, dein Notizbuch und Tabak". "Die behalte ich, so eine Tasche hat "meine Schwester" mir neulich auf Ebay weggeschnappt!". Wir lachen wieder.
Das war vielleicht ein Gelächter, als wir zusammen im Urlaub waren und ich plötzlich auf die Handtasche von meiner Schwester starrte und uns auffiel, dass wir beide darauf geboten haben.
"Ja, dann guck mal ob die beiden anderen noch zu verkaufen sind, sonst kannst du die ja wegschmeißen." Mama wendet sich ab und geht ins Wohnzimmer und zündet die Duftkerze an, die ich ihr zum Geburtstag geschenkt habe. "Fresh cut Roses" von Yankee Candle. Ich gehe hinauf und lege mich in die Badewanne. Die drei Handtaschen hänge ich vorher an den Handtuchhalter.
"Ja, dann guck mal ob die beiden anderen noch zu verkaufen sind, sonst kannst du die ja wegschmeißen." Mama wendet sich ab und geht ins Wohnzimmer und zündet die Duftkerze an, die ich ihr zum Geburtstag geschenkt habe. "Fresh cut Roses" von Yankee Candle. Ich gehe hinauf und lege mich in die Badewanne. Die drei Handtaschen hänge ich vorher an den Handtuchhalter.
Danach nehme ich die Treppen in mein altes Kinderzimmer und setze mich dort auf den Fussboden. Die schwarze betrachte ich als erstes. Sie ist etwas kleiner als ein auf die Seite gelegtes DIN-A4 Blatt. Ich befühle das Material mit meinen Fingern.
Als ich noch ein Mädchen war, hat das Muster aus kleinen Rauten aus Lacklederstreifen auf besonderen Anlässen edel geglänzt. Heute funkelt es nicht mehr. Der Lack ist ab. Ich klappe den Deckel um und schaue hinein. Ich rieche alten Schminkmuff. Es sind ein paar Krümel eines blauglitzernden Lidschatten drin. 80ger-Jahre Krümel. Nie im leben könnte ich sie weggeben. Das Bild genau dieser Tasche begleitet mich in vielen Erinnerungen.
Ich bin nur unwesentlich jünger als Mama damals, auch wenn ich keine Kinder habe. Der Lack ist ab, das macht sie für mich wieder zeitgemäß. Die Mode modifiziert die 80ger, und meine Generation Ihre Werte. Sie passt ganz hervorragend zu meinen Bikerstiefeln und der schwarzen Lederjacke. Ich müsste schon geistig umnachtet sein, um diese Tasche voller lebendiger Erinnerungen wegzugeben.
Die cognakbraune ist aus ganz festem, edlem Leder, noch ein bisschen größer als die schwarze und ganz fest. Ein Reißverschluss in der Mitte und rechts und links je ein Seitenfach mit Magneten verschlossen. Mal was anderes. Diese kann man direkt öffnen ohne vorher was umzuschlagen. Auf der einen Seite steht "BREE". Ich tippe "BREE" und "Handtasche" bei google ein und staune. Das ist ne echte Marke. Puhh, da könnte ich locker 80€ für bekommen, oder sogar noch mehr... Aber will ich das? So eine Tasche ist ein Status. Prestige. Ich brauche aber kein "prestige".
Schick ist die schon. Nur eben nichts für jeden Tag. Nachdenklich gehe ich damit hinunter, ins Wohnzimmmer. Ich setze mich auf die Couch. Papa kommt aus dem Garten und setzt sich dazu. Sein Blick fällt auf die Handtasche. "Willst du noch weg?" "Nö, ich hab hier nur diese Tasche von Mama die sie nicht mehr will. Sie meinte ich kann sie verkaufen." Ich öffne sie und stelle mir vor was ich da hineintun könnte, wenn ich sie behalten würde, da sagt Papa: "Die hab ich ihr mal geschenkt".
In diesem Moment ist die Angelegenheit ganz klar. Ich verkaufe gar keine Handtasche.
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