Montag, 17. Februar 2014

Stigmatisierung

Ausgeliefert den Gewalten
soll ich mich so und so verhalten;
ich werd in Sicherheit gewogen.

Blind vor Glück, mit Lust am tun,
auf inhaltliches konzentriert
hab ich nicht bemerkt,
nur stumm geahnt
was dort  mit mir passiert,
und was man plant.

Ich glaubte mich schon 
angekommen,angenommen; 
 - bin aufgeschlagen
auf dem Boden der Wirklichkeit.

Man hat mich machtgeil angelogen
bei Kleinigkeiten schickaniert,
und jeden Schritt, und ganz besonders:
Jedes Wort genau taktiert.

Ich war so glücklich, doch
- chancenlos und ausgeliefert
für eure Zwecke kaum geeignet
und nicht zu gebrauchen.

Nun schau ich hier 
- mit leisem Schwindel
wie ein vor mir Bild entsteht.

Aufgetürmte Wellen rollen
- tosend lautes Donnergrollen,
und vom Wind gepeitschter Regen
sticht mir - wie Nadeln -  ins Gesicht.

Dies ist kein Bild von mir,
Es ist bloß böse Lüge,
nur etwas.
Etwas das ich nicht bin.

Heraufbeschworn mit dunkler Kraft
genährt von Mißgunst,
Niedertracht und sucht nach Macht.
Gewürzt mit Neid.

Mir werden meine Jahre
- kürzer mit der Zeit,
und auf Dauer
- ändert sich mein Blick,
und noch immer,
offenbar!
trage ich die Zeichen,
kenne den geheimen Codex nicht,
bin öffentlich geächtet.

Weil ich rechtschaffen bin,
Recht schaffende bin!

Euer Zerrbild wird mich nun begleiten;
wie ein Fluch,
so wie ein Schatten.

Wie die Schatten, die Ihr seid! 

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