Als Kind habe ich gelernt, eine Entschuldigung muss erst angenommen werden, bevor "Alles wieder gut" wird. Die Energie fließt von Eltern zum Kind. Alles andere ist ungesund. Der Vater vergibt dem Kind seine Ungezogenheit. Es
ist die Mutter die das Kind ins Bett bringt, sie trocknet die Tränchen, das ist Ihre Aufgabe, nicht umgekehrt. Kinder sind mit Recht nicht zur Verantwortung zu ziehen.
Schuld ist ein Konstrukt, das sich hartnäckig hält, weil es so einfach ist zu sagen: "Du bist Schuld, dass ich über deine Tasche gestolpert bin und mir das Bein gebrochen habe!"
Wenn ich jemandem die Schuld für etwas gebe, erkläre ich mich damit gleichzeitig als unverantwortlich. Ich bekenne mich als verantwortungslosen, unmündigen Menschen, wenn ich sage: "Entschuldigung." Wenn der andere diese annimmt, dann ist das die Vergebung, der Ablass, die Absolution.
Ich bin über deine Tasche gefallen und habe mir ein Bein gebrochen. Daran bist du nicht Schuld und ich bin es auch nicht. Verantwortlich sind wir beide, jeder für denjenigen Anteil, der zu dem Ereignis geführt hat.
Du bist nur dafür verantwortlich wo du die Tasche für eine Weile hingestellt hast. Ich bin verantwortlich, zu einem Zeitpunkt dort entlang gegangen zu sein, an dem deine Tasche dort stand. Zehn Minuten vorher stand sie da noch nicht. Zusätzlich habe ich nicht darauf geachtet, was ich mit meinen Füßen mache. Als Folge dieser zusammenhängenden Taten geschieht der Sturz.
Du kannst jede Situation die in dir irgendein Unbehagen hervorruft so betrachten. Hast du die Verantwortlichkeiten erkannt- darfst du die Verantwortung entweder annehmen oder ablehnen. Oberflächlich betrachtet scheint es leichter zu sein die Verantwortung abzulehnen, und sich in die Unmüdigkeit zu begeben.
Ich habe die Formulierung aus meinem Wortschatz gestrichen. Wenn ich etwas bereue, dann sage ich: "Es tut mir leid", aber niemals sage ich "Entschuldigung". Klarheit ist mir wichtig, und ich entmachte mich nicht selbst.
Tut es dir leid, die Tasche dorthin gestellt zu haben, oder tut es dir leid, dass der andere so blind war, darüber zu fallen?
AntwortenLöschenweder noch, es tut mir in dieser Hypothese leid,dass ich meine Lektion vorher nicht anders erlernt habe und so für die innere Enwicklungsmöglichkeit auf dieses Ereignis angewiesen war.
LöschenUnd ich übe Dankbarkeit, für die Möglichkeit der Erfahrung durch die Verbindung zum mitverantwortlichen. Der lernt in diesem Beispiel im betsen Fall das gleiche an dem Unfall: Achtsamkeit