Samstag, 17. August 2013

Kompakt


Noch können wir uns relativ frei bewegen. Wir stehen am Anfang. Wir dürfen unsere Meinung sagen. Wie lange noch?

Es gibt 2 Parteien und die instrumentalisierbare Masse, diese ist wichtig, um das Machtgefüge stabil zu halten.

Ich gehöre zu der Gruppe der Vertreter der Freiheit. Unser Gegenpol sind diejenigen, die gegen sie ankämpfen. Sie biegen den Begriff bis dieser bricht. Sie verkehren ihn in sein Gegenteil. 
In jedem Wort befindet sich ein Bedeutungsinhalt. Ich nehme das Wort „Mensch“ als Beispiel.
Der herkömmliche Biologe entscheidet nach rein anatomischen Merkmalen, ob er einen Menschen vor sich hat oder einen Affen. Ein echter Philosoph jedoch hat einen erweiterten Begriff des Menschen kultiviert.
Sprechen diese beiden miteinander über Menschwerdung, kann es kurzfristig zu Missverständnissen kommen. Der eine meint damit die körperliche Zeugung und Entwicklung, der andere  spricht von einem inneren Schulungsweg; der Kultivierung von „denken, fühlen und wollen“. Kommt ein Historiker oder ein Anthropologe hinzu, ist die Verwirrung perfekt.

Wenn man die Freiheit abschaffen möchte, dann ist es unmöglich zu sagen „Freiheit gibt es nicht mehr, die verbieten wir jetzt“. Was man machen kann, ist den Begriff zu verändern. Das kann nicht von heute auf morgen geschehen, es ist ein mühevoller subtiler Prozess der über mehrere Generationen hin stattfindet. Die Veränderung im Bewusstsein der Masse ist nicht vollendet. Die Gesellschaft bringt noch immer Menschen hervor, die nicht im Sinne des Systems funktionieren, das System ist nicht perfekt. So wie ich, so wie du.

Ich sage, was ich glaube zu wissen. Ich nehme mir die Freiheit zu sagen was ich denke. Diese Gedanken müssen nicht alle stimmen. Ich habe die Freiheit mich zu irren. Und du als Leser bist frei mich zu korrigieren, wo  ich mich irre weil mir Fakten fehlen oder ich einfach nicht mündig genug war, um selbst drauf zu kommen.

Der Hegemon schafft die Freiheit ab, während er vorgibt sie zu verteidigen. Einen WERT, eine Fähigkeit kann man nicht verteidigen. Die Freiheit zu verteidigen ist ebenso wenig möglich, wie die Würde anzutasten. Das Gegenteil von Freiheit ist die Unterdrückung, das Mittel diese auszuüben die Kontrolle.
wir sollten uns klarmachen, dass Freiheit nicht nur bedeutet zwischen 2 oder mehreren Möglichkeiten zu wählen,  sondern auch, das wählen bleiben zu lassen. Freiheit wird nicht eingeschränkt durch Regeln. Vorschriften und Strafandrohungen sind ein Mittel der Kontrolle.

Je weniger verantwortungsvolle Menschen es gibt; also je größer die instrumentalisierte Masse, desto geringer muss die Freiheit sein. Deswegen ist der Ansatzpunkt nicht Freiheit, sondern die Verantwortung. Drehen wir die Verhältnisse um!  Je mehr Menschen in der Lage sind Entscheidungen eigenverantwortlich zu treffen, desto weniger regeln brauchen wir für unser Zusammenleben, desto größer die Freiheiten, die wir uns erlauben können.


2 Kommentare:

  1. Frei ist nicht der, der das "tut" was er will, sondern das will, was er soll.

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    1. schön auf den Punkt formuliert, es macht Spaß verstanden zu werden ;) deswegen sage ich: sie schaffen die Freiheit ab, sie biegen den Begriff bis er bricht, und verkehren ihn so in sein gegenteil. Ganz wie in 1984: Freiheit = Sklaverei

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