Montag, 11. Juni 2012

Auf den Hund gekommen!

Die documenta ist auf den Hund gekommen. Nicht als Besucher, sondern als Objekt. Und ich frage mich, wie ich das eigentlich finden möchte. Der Hund ist doch kein Objekt. Ist der Hund in der Stadt ein Kunstobjekt? Schafft er sich selber, ist er selbst der Künstler? Aber warum macht sich der Künstler zum Objekt? Es wäre interessant für mich dort hinzugehen und die anwesenden in Hundegestalt zu fragen warum sie da sind. Aber weil ich das Geschiebe in der Menschenmenge so gar nicht mag, gehe ich nicht dorthin. Stattdessen lasse ich jemanden zu Wort kommen, der es uns erklären wird. Dieser jemand ist zuletzt als Hund geboren. Wer könnte sich besser auskennen ?

Seine Antwort :
Manche haben es schon gemerkt, aber wir erziehen den Menschen seine Aufmerksamkeitskräfte zu lenken und bewusst zu richten. Wieviel mehr Hunde vollbringen können wissen die, die uns und das Leben lieben. Das sind viel mehr als man meint. Aber viel weniger als die meisten wahren Hundefreunde denken, denn es gibt auch solche die uns nur benutzen und es Liebe nennen. Dabei ist es Ausbeutung und Mißbrauch. Das sind jene, die uns Schaden zufügen. Die “Ausstellung” der documenta ist eine Tat die uns insgesamt hilft. Und somit den Menschen. Im Verein können wir großes vollbringen, denn es kehren wieder vergangene Tage. An denen Dinge selbstverständlich waren die viele nun bewusst neu erlernen müssen. Im Endeffekt geschieht an dieser Stelle der erste Schritt zu einem besserem Verständnis zwischen den beiden Existenzformen Mensch und Hund. Da wir schon so lange Freunde sind, und uns gegenseitig begleiten, ist es an der Zeit. Es wird Zeit das Bewusstsein zu weiten und das Zusammenleben zu verbessern. Das ist nur der erste Schritt in die Richtung in die wir alle gehen. Und wer sie nicht geht, der bleibt da stehen wo wir jetzt sind - in einer Abhängigkeit. Denn wer Hunde hasst, der verachtet die Menschen. Aber wer von Menschen missachtet wird, dem spendet tausendfachen Trost ein treuer Freund in Gestalt eines Hundes.

(Reximann Wuff, 01.07.2000  - 29.01.2012)

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