Donnerstag, 14. Juni 2012

Kraft der Gedanken (1)

Heute gebe ich Dir einen Schlüssel. Wenn Du keinen haben möchtest, hörst du am besten an dieser Stelle auf zu lesen. Wenn du schon einen besitzt, fühle dich aufgefordert zu knapp gehaltene Ausführungen zu kommentieren und zu ergänzen, es geht hier um Inhalte und nicht um Selbstdarstellung.

Alles was ich versuche zu vermitteln, habe ich selbst vermittelt bekommen durch Lektionen der folgenden Autoren und Lehrer: Rudolf Steiner, Manfred von Mackensen und Peter Guttenhöfer. Zwei dieser Persönlichkeiten durfte ich selbst kennenlernen und wurde von Ihnen unterrichtet. Ich danke Ihnen herzlich an dieser Stelle. Sie beide haben mir größere Geschenke gemacht als sich sich vielleicht vorstellen möchten.

Ich möchte die Frage in den Raum stellen, wo sind die Gedanken? Sie sind in den Dingen drin. Das möchtest du nicht glauben? Das brauchst Du auch nicht zu glauben, das kannst Du wissen! Rudolf Steiner erklärt es am Beispiel einer Uhr, und da kann man schlecht noch “einen draufsetzen”, also werde ich mich seines Beispieles bedienen und bleibe bei der Uhr und dem dazugehörigem Uhrmacher. Der Uruhrmacher ist derjenige der die erste Uhr gebaut hat. Der saß oder stand einst da und erzeugte die Einzelteile aus denen die Uhr besteht, durch seine Gedanken. Die einzelnen Gedanken die dir einfallen wenn du über die Uhr nachdenkst waren vorher nicht in einer Uhr zu finden. Logisch, es gab ja noch gar keine Uhren. Die einzelnen Gedanken hat der Uhrmacher zuerst denken müssen. Danach hat er der sichtbaren und zweckmäßigen Zusammenhang geschaffen durch das Zusammenfügen mechanischer Einzelteile.

Der Uruhrmacher hat durch die Erfindung Uhr den Zusammenhalt ebenjener Gedanken geschaffen, die wir heute in der Uhr wiederfinden. In jeder Uhr. Wir dürfen uns merken, und wir kennen das eigentlich alle: “man kann nichts aus irgendetwas herausholen, was nicht zuerst dringewesen ist”. Wer das da reingetan hat, werde ich hier nicht betrachten. Sonst wird es zu verworren. Also weiter. Wir machen uns Gedanken -  Huch! Die Umgangssprache hier ist ungenau! Wir haben soeben Begriffen, dass die Gedanken in den Dingen drin sind. Das bedeutet also, wenn ich Sie denke, dann sind sie durch mich und ich mache sie gar nicht selbst. Die waren schon vorhanden bevor wir gekommen sind, und die werden auch bestehen wenn wir gegangen sind. Jetzt kommt der Hammer. Die Möglichkeit uns als Mensch des Denkens zu bedienen ist also in uns hineingedacht. Das ist die Schlussfolgerung aus der Feststellung der Tatsache das die Gedanken in den Dingen zu finden sind. Wir sind selbst Gedanken, und wir denken uns selbst zu Ende...

Durch unsere Anatomie unsere Selbstwahrnehmung konstruieren wir mit unserem Verstand eine Einordnung. Wir lernen als Kinder die Worte: oben unten vorne hinten usw. Das ist wichtig, damit wir uns in der Gegenständlichkeit zurechtfinden. Wir erschaffen den Raum. Nein, die Menschen haben den Raum erschaffen.  

Diese Gedanken sind ebenso manifestiert wie die ursprüngliche Idee der Uhr. Diese Idee wurde begriffen, und zwar mit den Händen. Da hat er die Uhr gebaut. Und mit seinem Denken und später mit der Handlung, diesen Gedanken, der ihm vielleicht als Idee ein-gefallen ist, den hat der Uhrmacher die Uhr manifestiert, sogar materialisiert! Wir haben als Menschheit den Raum geschaffen. Durch unsere kollektives sortieren mit den Sinnen, und später im speziellen mit Hilfe des Gedankensinnes und des Denkens haben wir alles geschaffen. Innerhalb des Raumes sind die Dinge. In der Materie befinden sich verdichtete, nicht mehr wandelnde Gedanken....

Den letzten Absatz habe ich selbst in Zusammenhang gebracht und formuliert , ich denke in (2) weiter...

2 Kommentare:

  1. Vor der Uhr war die Zeit. Sie wird wahrgenommen. Auf wundersame Weise sehr verschieden. Das Leben ist raumgewordene Zeit. Auf dieser Reise durch Raum und Zeit lernen wir davor Gewesenes. Das Neue bildet sich aus der Herausforderung. Der Mensch ist ein Teil dieser Prozesse. Die Uhr misst Zeit, aber welche?

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    1. schön! das inspiriert mich etwas über die Zeit zu schreiben!

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